ASCEND – Exzellenzzentrum für erstklassige Versorgung bei Amputationen

Intersektoral vernetzt und versorgt bei Amputationen

In enger Allianz mit dem Prothetikunternehmen Ottobock entsteht ein Exzellenzzentrum für translationale Versorgung bei Amputationen und komplexen Extremitätenverletzungen. Chirurgische Innovationen, Neurotechnologie, Prothetik und digitale Rehabilitation werden zusammenführt. Kern des Zentrums sind hochpräzise Mensch-Maschine-Schnittstellen, wo Muskel- und Nervensignale direkt mit smarten Prothesen gekoppelt werden. Motorische Kontrolle und Sensibilität können da wiederhergestellt werden, wo konventionelle Methoden an ihre Grenzen stoßen. Die Versorgung von Patient*innen wird unter anderem auch durch KI-gestützte, personalisierte Reha-Maßnahmen verbessert.

Neben der Zusammenarbeit mit der Industrie (Ottoboc) setzt das Exzellenzzentrum auf intersektorale Vernetzung von Klinik (MHH) und Startups sowie den Kontakt zu internationalen Forschungspartnern. Damit vereint ASCEND alle relevanten Disziplinen bereits ab der Ideenphase im Team und lässt klinische Bedarfe, technologische Machbarkeit und wirtschaftliche Umsetzbarkeit parallel einfließen. Gemeinsam mit internationalen Partnern wie MIT und Harvard entstehen in ASCEND integrierte Versorgungslösungen, in denen Medizin, Prothetik, KI und Neurotechnik direkt am Patientenbett verschmelzen.


WATERNET – Nachhaltige Wasserbedarfsplanung für Kommunen und Versorger

Nachhaltige Wasserbedarfsplanung für Kommunen und Versorger

WATERNET ist ein innovatives Verfahren zur Ermittlung zukünftiger Wasserbedarfe auf lokaler und regionaler Ebene. Das Tool verbindet Wasserverbrauchsdaten mit Klima-, Bevölkerungs- und Wirtschaftsdaten und erstellt daraus Szenarien, die auch lokale Dynamiken und Trends wie z.B. die Entwicklung bei Neubauten oder Folgen der Pandemie abbilden. Es ermöglicht eine kleinräumige, detaillierte Prognose auch für Gebiete von nur 500 Quadratmetern. WATERNET verbindet datengetriebene Forschung mit direktem Nutzen für kommunale Praxis und Versorgungswirtschaft und lässt sich auch auf andere Fachbereiche übertragen.

Bisher wurde WATERNET in Zusammenarbeit mit Wasserversorgern wie dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband, den Stadtwerken Bremen und verschiedenen ländlichen Kommunen in Niedersachsen eingesetzt.  Die Methode lässt sich allerdings auch auf andere Regionen übertragen und für weitere Verbrauchssektoren wie Industrie oder Tourismus erweitern. Zukünftige Entwicklungen sollen die Kopplung mit Echtzeitdaten, eine stärkere Einbindung KI-gestützter Aspekte und die Erweiterung zu einem standardisierten Wasserbedarfsmonitoring beinhalten.


iGUARD – Inhalierbare RNA-Therapeutika zur gezielten Heilung von Lungenerkrankungen

Lungenerkrankungen gezielt heilen durch inhalierbare RNA-Therapeutika

In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin entwickelt die Medizinische Hochschule Hannover neue RNA-Therapeutika für Menschen mit schweren Lungenerkrankungen, die gezielt an Krankheitsgene angepasst werden können und diese unterdrücken, um die Krankheit zu heilen. Eine spezielle und patentierte chemische Struktur der RNA ermöglicht die Inhalation der Therapeutika direkt in die Lunge – dadurch wird die Wirksamkeit erhöht und schwere Nebenwirkungen verringert. Aufgrund dieser Tatsache sowie durch die große Anpassungsfähigkeit ist die Technologie dazu geeignet, die Entwicklung weiterer antiviraler Therapien zu beschleunigen. Es ergibt sich ein hohes Plattformpotential der Technologie, die immer wieder an neue Lungenerkrankungen angepasst werden kann.

Die Kombination der internationalen medizinischen Grundlagenforschung der Medizinischen Hochschule Hannover und der angewandten Forschung des Fraunhofer ITEM im Bereich der Medikamentenentwicklung ermöglicht eine integrierte Entwicklung von Medikamenten, basierend auf klinischen Notwendigkeiten. Die Wirkstoffentwicklung erfolgt aus der klinischen Praxis heraus, bedient sich modernster RNA-Technologien und kann diese industrie- und pharmanah umsetzen.